Ein Kätzchen kommt in's Haus

In guter Gesellschaft
Solltest Du Deine Liebe zur Katze - dem Haustier Nr. 1, von dem bereits 7,5 Mill. in
deutschen Haushalten leben - entdeckt haben, so befindest Du Dich in bester Gesellschaft.
Berühmte Persönlichkeiten wie George Washington, Albert Einstein, Albert Schweitzer,
Winston Churchill, Peter Frankenfeld, Gracia Patricia und viele mehr waren von Katzen
fasziniert.
Kein anderes Haustier hat je so die Phantasie des Menschen angeregt, keines so
gegensätzliche Gefühle geweckt und kein Haustier blieb solange unverstanden wie die
liebenswerte Leisetreterin an der nichts Unheimliches ist. Sie ist keine unnahbare
Göttin, kein böser Dämon, sie ist einfach ein ideales Haustier. Die Gefährtin für
Individualisten, feinfühlige Partnerin für Sensible, "emanzipierte" Genossin
überzeugter Demokraten, Entspannungshelferin des Gestressten mit viel Zärtlichkeit zu
ihrem Menschen, der es versteht mit ihr zu leben.
Die Partnerschaft
Bevor Du diese Partnerschaft eingehst, solltest Du Dir noch einige Fragen
beantworten.
* Hast Du Dich für die Katze entschieden nur wegen ihrer Pflegeleichtigkeit, weil
sie nicht ständig Ihre Gesellschaft braucht, nicht Gassi geführt werden muss und keine
Steuer kostet?
* Hast Du das Einverständnis Deines Vermieters, sofern Du nicht stolzer Hausbesitzer
bist?
* Bist du sicher, dass niemand in der Familie an einer Katzenallergie leidet?
* Bist Du Dir bewusst, dass eine Katze Dich im Laufe eines Jahres so einige „Mäuse" für
Futter, Streu und Tierarzt kostet?
* Umgibst Du Dich mit wertvollen Polstern und Einrichtungsgegenständen? Katzen haben
Krallen und setzen sie manchmal auch am Teppich oder den Polstermöbel ein auch wenn ein
Kratzbaum zur Verfügung steht. Die Amputation der Krallen kommt nicht in Frage, da sie
Tierquälerei ist. Bei den Katzenspielen ohne Grenzen über Tische und Regale kann auch
schon mal ein Stück zu Bruch gehen, gleichwohl Katzen sehr geschickte Springer sind. Wer
ein Fell hat muss dies auch wechseln! Katzenhaare gehören zum ständigen Begleiter ihrer
Polster und Teppiche. Auch ein Haar in der Suppe darf Dich nicht abschrecken.
* Wolltest Du eigentlich lieber einen Hund, den Du aber aus Platz- und
Zeitgründen nicht halten kannst? Die eigenwillige Katze ist hier nicht der Ersatz. Von
ihr kannst Du keinen absoluten Gehorsam verlangen. Einem Hund kannst Du einen
bestimmten Platz zuweisen, eine Katze nimmt die ganze Wohnung in Besitz, im Zweifelsfall
auch Deinen Lieblingssessel...
* Hast Du genügend Zeit für die Katze? Katzen sehen im Menschen nicht nur den
"Dosenöffner", sondern die Bezugsperson. Eine Katze bindet sich an ihren
Menschen enger als an jede andere Katze. Ohne genügend Zuwendung kümmert sie dahin, wird
aggressiv oder unsauber. Katzen wollen gleichberechtigte Partner sein, sie entziehen sich
Besitzansprüchen wie emanzipierte Frauen.
* Bist Du bereit, auch Opfer zu bringen? 15 Jahre, oder mehr, dauert ein Katzenleben.
Auch im Urlaub! Kannst Du die Katze dann mitnehmen oder hast Du jemanden, der sie gut
betreut während Deiner Abwesenheit? Wärst Du auch bereit, wegen einer kranken Katze auf
Deinen Urlaub zu verzichten?

Woher nehmen ?
Steht nun Dein "JA" zur Katze noch immer fest, so stellt sich die Frage woher
und welche, denn die "Katze im Sack" willst Du ja nicht.
Hast Du Dich für eine Rassekatze entschieden, so solltest Du diese nur beim Züchter
kaufen, niemals im Zoogeschäft oder bei Tiervermittlern. Aber Züchter ist nicht gleich Züchter! Hüte Dich
vor wilden "Züchtern", die in ihren "Zuchtkatzen" die Geldkatze
entdeckt haben. Die zum Teil in dunklen Kellern oder Käfigen aus ihren Katzen
Wurfmaschinen machen. Bei solchen Massenzüchtern erhältst Du ein Jungtier zwar meist
günstig, dafür aber ohne Stammbaum, ungeimpft und meist krank. Die dann anfallenden
Tierarztkosten musst Du tragen, denn das kleine Geschöpf ist Dir inzwischen ans Herz
gewachsen und Du möchtest es nicht verlieren. Für den "Geldkatzenzüchter"
sind die Jungkatzen nur eine Ware, für die er keine Garantie übernimmt. Ein seriöser
Züchter zeichnet sich dadurch aus, dass er einem Verband angeschlossen ist und seine
Jungtiere nie ohne Papiere und Impfungen (in einem Impfpass vom Tierarzt bestätigt)
abgibt. Seine Katzen leben mit ihm in der Wohnung, bei ihm herrscht keine sterile
Sauberkeit aber er achtet auf Hygiene und wird kein krankes oder ungeimpftes Tier aus
seiner Obhut entlassen. Er nimmt sich viel Zeit für Sie, da es für ihn wichtig ist zu
wissen, in welche Hände seine Tiere kommen. Daher wird er auch nie an eine Zoohandlung
verkaufen. Er wird mit Ihnen einen Kaufvertrag abschließen, der Rechte und Pflichten
beider Teile zum Wohle der Katze beinhaltet.

Welches Kätzchen soll es sein?
Nachdem Du Dich für eine Rasse entschieden hast, entweder durch den Besuch
von Katzenausstellungen - sie bieten die Möglichkeit sich über die Vielfalt der Rassen
zu informieren, als auch erste Kontakte und Gespräche mit Züchtern zu führen - oder
entsprechende Katzenbücher, suchst Du einen Züchter. Du solltest Dir jedoch im Klaren sein, dass der Züchter im allgemeinen nicht gerade um die
Ecke wohnt. Unter Umständen können es schon einige hundert
Kilometer sein. Diesen Weg solltest Du aber nicht scheuen, schließlich willst Du einen
Partner für mindestens das nächste Jahrzehnt.
Nun sitzt Du beim Züchter, umgeben von einem Wurf Katzenkinder nebst Mutter -
vielleicht auch dem Vater und dem Rest im Haus gehaltener Katzen - eines entzückender als
das andere. Du hast die Qual der Wahl. Dass die Kleinen gesund sind, hast Du überprüft:
Sie sind munter, springlebendig, neugierig, lassen sich mit einem Stück Bindfaden
gerne zum Spielen animieren und hocken nicht apathisch in einer Ecke.
Ihr Fell ist weich
und glänzend, die Augen klar und das Näschen sauber und unverschleimt.
Das Hinterteil
ist weder rot entzündet noch kotverschmiert.
Die Kleinen erklimmen Deinen Schoß und
Du hast die Gelegenheit, den Körper zu befühlen. Er ist straff und fest, nicht hart oder
geschwollen, wie bei einem kranken Kätzchen.
Jetzt kannst Du die Gesundheit auch
riechen, es riecht pelzig frisch, einfach angenehm.
Nun siehst Du auch, dass weder kahle
noch wunde Stellen im Fell zu finden sind, die auf Parasiten oder Pilzbefall hindeuten.
Werden die Kleinen nun etwas müde und gähnen, hast Du die Chance, Dich von der Farbe
der Schleimhäute zu überzeugen, die weder stark gerötet noch blass sind.
Solltest Du nun nicht zum Züchter gegangen sein, um eine ganz bestimmte Katze zu erwerben und sitzt nun völlig ratlos zwischen der Kinderschar, dann überlasse den Kätzchen die Wahl. Entscheide Dich für das Jungtier, welches sich besonders
zu Dir hingezogen fühlt und Deine Nähe sucht. Solch eine "Adoption", die von
der Katze ausgeht, ist eine gute Basis für die Mensch-Katze-Beziehung.

12 Wochen müssen es schon sein!
Nun hast Du Deine Katze gefunden. Mitnehmen kannst Du sie in den meisten Fällen
noch nicht, denn sie muss mindestens 12 Wochen alt sein. Dann ist sie von der Mutter
völlig entwöhnt und kann auf eigenen Beinen stehen. Auch die nötigen Grundimpfungen
sind frühestens zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen. Oft behält ein Züchter die Jungtiere
auch noch über diesen Zeitpunkt, um eventuelle Impfreaktionen abzuwarten. Je länger ein Züchter seine
Jungtiere umsorgt, so verantwortungsvoller handelt er dem Tier, als auch dem Käufer gegenüber. Jungtiere zu früh, d. h. unter 12 Wochen, abzugeben zeugt von
Verantwortungslosigkeit!

Die unbedingt nötigen Impfungen:
Alle Impfungen müssen in einem vom Tierarzt bestätigten Impfpass
nachgewiesen werden. Der Impfpass ist wie Stammbaum und Besitztransfer "ein
Teil" der Katze.
Katzenseuche: Grundimmunisierung 2 x im Abstand von 2 Wochen, danach 1 x
jährlich zur Auffrischung
Katzenschnupfen: Grundimmunisierung 2 x im Abstand von 2 Wochen, danach 1 x jährlich
zur Auffrischung
Beide Impfungen können als Kombinationsimpfung gegeben werden, jedoch frühestens im
Alter von 9 Wochen, da erst ab diesem Zeitpunkt ein eigenes Immunsystem aufgebaut wird und
verstärkt eigene Antikörper gebildet werden, die vor einer späteren Infektion
schützen.
Diese beiden Impfungen sind Pflichtimpfungen, ohne die kein in einem seriösen Verein eingetragener Züchter
seine Jungtiere abgeben darf. Weitere Impfungen können - je nach individuellen Verhältnissen - erforderlich sein:
Tollwut - für Tiere mit Auslauf und Ausstellungskatzen bzw. Grenzübertritt (z. B.
Urlaubsreise) zwingend.
Leukose - für Tiere mit Auslauf und Ausstellungskatzen.
Vor jeder Impfung ist eine Wurmkur zwingend notwendig, da Wurmgifte die Wirkung einer
Impfung völlig blockieren können.

Da uns nicht nur die Gesunderhaltung unserer Katzen, sondern auch der gesamten Rasse sehr am Herzen liegt, nehmen wir an den Gesundheitsprojekten gegen HCM und GSD IV (schwerwiegende, vererbbare Herz- bzw. Stoffwechselerkrankung) teil. Unsere Zuchtkatzen sind HCM- und GSD IV negativ getestet.
Im neuen Zuhause
Nach langer, reiflicher Überlegung und vielleicht auch einigen Besuchen bei
Deinen Katzenkindern hast Du nun die Wahl getroffen. Dies und kein Anderes soll es sein!
Nun endlich ist der Tag gekommen, an dem Du Deinen kleinen Schnurrer beim Züchter abholen
können. Tu dies möglichst zum Wochenende hin, besser noch mit ein paar tagen Urlaub, denn die ersten Tage sollte man schon
viel Zeit für das Kätzchen haben.
An den sicheren Transportkorb hast Du auch gedacht!
Kunststoff solltest Du dabei den Vorrang geben. Schließlich brauchst Du ihn
nicht nur für diesen einen Tag, sondern auch zum späteren Tierarztgang - hoffentlich nur
zur Auffrischungsimpfung. Kunststoff lässt sich mit heißem Wasser leicht reinigen und
desinfizieren.
Ungesichert, nur auf dem Arm, solltest Du die Katze nie tragen. Sie könnte erschrecken
und vom Arm springen, vielleicht gerade vor ein Auto.
Auch im Auto gehört die Katze in einen verschlossenen Tragekorb. Sie kann sonst für
Dich zu einer großen Gefahr werden.
Zu Hause hast Du alle Vorbereitungen getroffen:
* Eine Katzentoilette steht gefüllt bereit -zweckmäßig im Bad oder Hauswirtschaftsraum und mit einer Haube
versehen, denn so manche Katze lässt sich bei ihrem Geschäft nicht gerne zusehen. Vor allem wird dann beim Scharren keine Streu herausgeschleudert.
* Kratzbaum, solide, möglichst deckenhoch und mit einer Liegefläche, ist in Deinem Wohnbereich aufgebaut,
denn die Katze möchte in Deiner Nähe sein und alles von einem erhöhten Platz beobachten
können.
* Futter- und Trinknapf steht in der Küche.
* Giftige Pflanzen und Putzmittel sind für die Katze unzugänglich aufbewahrt. Zu den
giftigen Pflanzen gehören z. B. Maiglöckchen, Schneeglöckchen, Primeln, Hyazinthen,
Euphorbien, Calla, Diefenbachia, einige Farne etc. Mit einem Topf jungen Grases oder
ausgesätem Weizen kannst Du der Katze ihre eigene Wiese schaffen und sie vom Knabbern
an den Pflanzen abhalten. Auch solltest Du keine Tabletten oder Zigaretten achtlos
auf dem Tisch liegen lassen. Ein "kindersicherer" Haushalt ist auch ein
"katzensicherer" Haushalt.
* Fenster und Balkon sind durch Katzennetze sicher gemacht. Der Fachhandel bietet hier
viele Möglichkeiten Deiner Katze Luft und Sonne zu geben, aber sie auch vor den Gefahren
zu schützen. So manche Katze hat schon in einem angekippten Fenster den sicheren Tod
gefunden. Dass Du Deiner Katze keinen ungesicherten Auslauf gewährst, muss bei all den damit
verbunden Gefahren, wohl nicht erwähnt werden.
* Kamm oder Bürste, je nach Rasse und deren Pflegebedürfnis, liegen ebenso bereit wie
einige Spielsachen. Hier muss es nicht das Teuere sein, auch ein Tischtennisball, leere
Garnrollen oder Sektkorken sind beliebte Jagdobjekte. In Papiertüten und Kartons kann man
sich herrlich verstecken und sie werden oft zum Lieblingsplatz. Gewarnt werden muss jedoch
vor Kunststoffgeschenkband oder zu leicht zu "zerpflückenden" Kunststoffteilen.
Hier besteht durch Verschlucken eine ernste Gefahr.

Die ersten Stunden
Nun hast Du Dein Katzenkind endlich bei Dir in der Familie. Die ganze
Verwandtschaft hast Du zu diesem Tag noch nicht eingeladen und auch die Kinder
verzichten zu diesem besonderen Anlass auf die Klassenkameraden und die Stereoanlage
läuft auf Zimmerlautstärke.
Auch wenn die Kleine aus einem Haus mit Kindern und Hunden stammt, so ist dieser
"Umzug" für sie ein großer Stress. Sie fühlt sich alleine, von Mutter und
Geschwistern verlassen und alles ist ihr fremd.
Gib ihr das Recht, alles in Ruhe zu begutachten. Öffne die Tür des
Tragekorbes und schaue entspannt vom Sessel aus zu, was passiert. Katzen sind sehr
neugierig und somit wird sie sehr bald den Korb verlassen. Sprich leise mit ihr - so
gewöhnt sie sich an die Stimme. Rufe sie beim Namen. Zeige ihr dann die Katzentoilette und das Futter (Halte Dich an die Futterempfehlungen des
Züchters!). Macht das kleine Samtpfötchen gleich von beidem Gebrauch, so ist der Bann
sofort gebrochen. Zweckmäßigerweise stelle für die ersten Tage alles zusammen in
einen Raum, von dem aus dann peu à peu die ganze Wohnung ergründet wird. Dies ist
normalerweise nach 1-2 Tagen abgeschlossen, es sei denn, Du besitzt ein Schloss.
Was Kätzchen nicht lernt,.......
Vieles hat das Kätzchen schon von seiner Mutter gelernt, auch der Züchter
hat schon einiges beigetragen. Nun liegt es an Dir, sich um die weitere Erziehung zu
kümmern - und Katzen haben diesbezüglich einen miserablen Ruf. Zu Unrecht - mit Geduld,
Einfühlungsvermögen, Diplomatie und Liebe erreichst Du viel. Trotzdem darfst Du nie
den Maßstab beim Hund anlegen. Für solchen Gehorsam sind Katzen zu eigenwillige
Persönlichkeiten.
* Gardinen sind für Katzenkinder verlockende Kletterobjekte. Ein lautes
"Nein" oder Händeklatschen (kein Beifall) verleidet meist den Spaß an kleinen
Untugenden. Auch eine Wasserspritze wirkt wie eine Strafe Gottes. Schläge und
nachträgliches Tadeln sind völlig fehl am Platz, sie zerstören höchstens das
Vertrauen.
* Katzen lieben oft die Schlafstätte ihres Menschen. Hier gibt es nur das konsequente
Aussperren - vielleicht vergisst sie die weichen Kissen - oder Du teilst das Kopfkissen.
Für viele Menschen ist das sanfte Schnurren dann die schönste Einschlafmelodie.
* Auch der Besuch auf dem Esstisch ist nur mit Konsequenz und
"nein" zu unterbinden. So oft die Katze auf den Tisch springt, so oft setzt man
sie wieder auf den Boden. Zur Belohnung gibt es dann ein Stückchen Wurst oder Käse auf
dem Boden. Bei viel Glück hast Du die besseren Nerven. Zur Beruhigung: Es gibt
auch viele Katzen die keinerlei Interesse an menschlichen Tischgenüssen zeigen (welche oft auch eher ungeeignet für Katzen sind).
* Mit dem Katzenklo gibt es normalerweise keine Probleme, denn Katzenkinder lernen
schon sehr früh durch den Züchter und von ihrer Mutter wozu diese "Klümpchen" dienen. Sollte es doch
zu Unsauberkeit kommen, liegt es vielleicht an der Katzentoilette selbst - sie steht nicht
kippsicher, der Rand ist zu hoch oder Du hast eventuell eine heikle Katze erwischt die
es mit der Sauberkeit ganz genau nimmt und ihre Toilette nur einmal benutzt. Mache sie dann noch öfter sauber oder biete
ihr dann eben zwei an.

Der Umgang miteinander
Katzen sehen "ihren" Menschen als eine Art Mitkatze an. Daher
solltest Du auch einige "kätzische" Tabu-Regeln befolgen:
* Schlagen verbietet sich von selbst. Eine so behandelte Katze schlägt im geeigneten
Moment zurück. Liebe und Konsequenz sind das Mittel der Wahl!
* Der Griff ins Nackenfell ist allein der Katzenmutter vorbehalten. Von
Dir ausgeführt kann er zu inneren Verletzungen führen. Korrektes Hochheben: eine Hand unter
den Körper, knapp unterhalb der Vorderbeine, die andere Hand stützt die Hinterläufe.
Auch beim Absetzen sollte man sie wieder auf alle vier Pfoten stellen.
* Woran sich der Prophet Mohammed bei seiner Katze Muessa hielt, solltest auch Du Dich halten. Zwar musst Du nicht gleich den Ärmel aus Deiner Bluse trennen aber den Schlaf
der Katze solltest Du unbedingt respektieren, da es ihre Lieblingsbeschäftigung ist.
Zwischen 10 und 15 Stunden täglich bringt sie dösend, dämmernd, schlafend zu.
* Neckereien versteht Deine Katze nun gar nicht, da ihr der menschliche Humor fehlt und
am Schwanz ziehen findet sie nicht zum lachen.
* "Freiheitsberaubung" ist ein schlimmer Verstoß, es sei denn zum Schutz im
äußersten Notfall. Halte niemals die Katze gegen ihren Willen fest.
* Hektik, lautes Poltern und unkontrollierte Bewegungen gehören nicht zum guten Ton.
Es ist für eine Katze schmerzhaft, getreten oder eingeklemmt zu werden.
* Missachtung nimmt eine Schmusekatze übel. Aber Zärtlichkeit will sie auch nicht
aufgedrängt haben. Sie zeigt, wann sie es will; sie ist kein Plüschtier.

Wenn die Triebe sich regen,.....
Aus Deinem "Baby" wird nun eine erwachsene Katze. Dies geschieht bei der Norwegischen Waldkatze mit ca. 7 bis 9 Monaten.
Bei einer Kätzin äußert sich das erwachen des Sexualtriebes mit Unruhe; sie zeigt vermehrtes
Zärtlichkeitsbedürfnis, umtänzelt Sie mit hochgerecktem Hinterteil, dabei den Schwanz
zur Seite gestellt und die Vorderbeine eingeknickt. Sie rollt sich auf dem Boden - daher
auch der Ausdruck "Rolligkeit". Ihren Wunsch nach Sex drückt sie mit gurrenden
Lauten aus. Dieses "Singen" mancher Katzenrassen kann ein Nachtgespenst vor Neid
erblassen lassen.
Dieser Zustand hält etwa 3-7 Tage an und wiederholt sich ca. 3-5 x jährlich, kann
sich aber auch zur Dauerrolligkeit (ständig wiederkehrend) steigern. Dabei lehnt sie
jedes Futter ab, magert stark ab, wird launisch und zeitweise unsauber.
Gebärmutterentzündungen sind oft die Folge.
Bei einem Kater siehst Du dieses "Erwachen" weniger, als Du es riechst. Die
Katzentoilette riecht unangenehm stark - zu Anfang nur die Toilette, später aber nehmen
auch Polstermöbel oder gar die ganze Wohnung diesen "männlichen Katergeruch"
an. Für unsere Nasen kein angenehmes Dufterlebnis. Dein Kater wird mürrisch und
aufsässig. Oft siehst Du ihn dann mit erhobenem, zitterndem Schwanz an Schrank oder
Gardine stehen - er spritzt! Ein natürliches Verhalten eines erwachsenen Katers, der so
sein Revier markiert, welches nun mal in diesem Falle zugleich Deine Wohnung ist.
In beiden Fällen gibt es nur eine Möglichkeit, die keinem Beteiligtem schadet, aber
Allen nutzt - die Kastration!
Diese muss natürlich von einem erfahrenen Kleintierarzt ausgeführt werden. Für ihn
ist es eine Routinesache. Die Operation wird in Narkose durchgeführt und bedeutet für
das Tier kein Risiko.
Nichts kann dagegen sprechen
Sex hat bei Katzen nur mit Trieben, nichts mit Liebe zu tun!
Noch immer gibt es hartnäckige Vorurteile gegen die Kastration. Aber alle können
widerlegt werden:
Die Kastration nimmt den Tieren weder die Lebensfreude, noch macht sie sie zu
mürrischen, an nichts mehr interessierten Geschöpfen. Im Gegenteil: sie spielen, toben,
schnurren, schmusen und freuen sich ihres Lebens mehr denn zuvor.
Auch beim weiblichen Tier ist es keine gefährliche Operation sondern ein ganz normaler
Routineeingriff.
Kastrierte Tiere werden bei gesunder Ernährung auch nicht fett und träge.
Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass kastrierte Kater eher zu Harnleiden,
besonders zu Harnsteinbildung neigen, als unkastrierte Tiere.
Auch sind kastrierte Kätzinnen nicht krankheitsanfälliger. Im Gegenteil, sie sind
gesünder, da sie den Trieb der Rolligkeit nicht überwinden müssen.
Alles spricht für die Kastration: Die Tiere sind gesünder, sie haben ein schönes
Fell und leben ungefährlicher. Sie sind ausgeglichener, zärtlicher und "ihrem"
Menschen gegenüber meist viel anhänglicher.

So, nun wünschen wir Dir viel Freude und viele gemeinsame glückliche Stunden
Beate, Wilfried & die Norwegischen Waldkatzen av Skollerud
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